Hinweise zur Vorbereitung von Referaten

VORBEMERKUNGEN

Mit diesem Standard sollen wesentliche Aspekte für die Erarbeitung und Durchführung von Referaten aufgegriffen und geregelt werden. Damit dient der Standard als Hilfestellung für die Studierenden. Darüber hinaus empfehle ich das Studium der einschlägigen Literatur zum wissenschaftlichen Arbeiten, zur Präsentation und zur Visualisierung.

 

ZWECK DES REFERATS

 

• Im Referat sollen Sie sich anhand von Literatur in ein Thema einarbeiten und durch einen klar strukturierten und inhaltlich richtigen mündlichen Vortrag nachweisen, dass Sie die wesentlichen Inhalte und Probleme erkannt und verstanden haben.

• Gleichzeitig mit der inhaltlichen Auseinandersetzung mit einer Fragestellung soll das Referat auch die Möglichkeit geben, die Präsentation, das Vermitteln von Inhalten, die Diskussionsleitung und die Einhaltung einer vorgegebenen Zeit zu üben.

 

THEMA UND DAUER/ TERMIN DES REFERATS

 

• Das Thema des Referats wird in Absprache mit dem Dozenten festgelegt.

• Die Dauer eines Referats wird in Absprache mit dem Dozenten vereinbart (ca. 20-30 Min.). Nach Absprache können auch Gruppenreferate von bis zu max. vier Studierenden gehalten werden.

• Der Termin, an dem das Referat gehalten wird, wird mit dem Dozenten vereinbart.

 

PRAKTISCHE HINWEISE ZUM VORGEHEN

 

• Literaturrecherche: Führen Sie rechtzeitig eine Literaturrecherche durch, damit Sie sich einen Überblick über den Stand der Diskussion zu Ihrem Thema zu verschaffen können (Lexikonartikel, Handbücher, Internet mit Vorsicht verwenden! dienen in der Regel nur einem ersten Überblick, sollten in der Arbeit selbst aber nicht erscheinen bzw. verwendet werden). Verwenden Sie von mir vorgegebene Literatur als Leitlinie, aber beziehen Sie durchaus auch eigene ausgewählte Literatur mit ein!

• Das Referat soll einen klaren Aufbau haben: Einleitung, Hauptteil, Schluss.

 

Einleitung: Geben Sie Ihren Zuhörer/innen eine Chance zum Mitdenken, wecken Sie Interesse!

 

• Stellen Sie sich einleitend selbst vor! Wenn Sie alle Anwesenden zu kennen glauben dann reicht die kurze namentliche Vorstellung, wenn nicht, dann sagen Sie noch einen Satz mehr zu sich, damit Ihr Publikum eine bessere Vorstellung bekommt. Bei uns an der Hochschule wird der übliche Fall natürlich der sein, dass Sie die Teilnehmer gut kennen, also reicht in der Regel “Ich begrüße euch zu meinem Referat! Ich bin Manuela Mustermann und werde heute über … sprechen” oder ähnlich.

Sagen Sie einleitend auch, wie Sie mit Fragen der Teilnehmer verfahren möchten. Der Königsweg ist zweifelsohne, dass die Teilnehmer  Sie jederzeit unterbrechen und fragen dürfen. Weniger gut, aber noch akzeptabel ist es, die Teilnehmer aufzufordern, ihre Fragen erst nach Ihrem Referat zu stellen.

• Stellen Sie eine Grobgliederung (keine Detailgliederung!) vor in Form eines Handouts oder mittels Folie, Flipchart oder Tafelbild.

• Teilen Sie den Zuhörenden mit, wie lange der Vortrag dauern wird und halten Sie diese Zeit ein!

 

Hauptteil: Legen Sie Ihre Inhalte und Argumentationen präzise und stringent dar!

 

• Bieten Sie prägnante Informationen. Wählen Sie aus der Fülle der Fakten und Ergebnisse aus! Nicht alles ist Wichtig! Setzen Sie ggf. Schwerpunkte.

• Setzen Sie sich kritisch mit den Inhalten / Lehrmeinungen auseinander und nehmen Sie eine eigene, begründete Stellungnahme vor.

• Unterstützen Sie Ihren Vortrag durch Visualisierung mittels geeigneter Medien.

• An geeigneten Stellen - wenn Sie von einem Inhaltsblock zum nächsten übergenen - sollten Sie aktiv ins Publikum fragen, ob es Fragen gibt.

 

Schluss: Bringen Sie das Referat zu einem guten Ende!

• Fassen Sie die wichtigsten Aussagen und Ergebnisse kurz zusammen (Fazit).

• Stellen Sie einen Zusammenhang her zwischen einleitender Fragestellung und den Ergebnissen.

• Sprechen Sie offen gebliebene Fragen an.

• Zeigen Sie die von Ihnen hauptsächlich verwendete Literaturquelle an und kommentieren Sie diese kurz, damit Ihre Zuhörer idealerweise Lust zum vertiefenden Lesen bekommen.

 

Anschließende Diskussion

 

• Planen Sie mindestens 15 Minuten Zeit für die anschließende Diskussion ein.

• Überlegen Sie sich vorher 1-2 Fragen für die anschließende Diskussion und präsentieren Sie diese auf Ihrer Abschlußfolie.

• Regen Sie die Diskussion an und leiten Sie sie.

• Fassen Sie am Schluss die Ergebnisse der Diskussion zusammen.

• Halten Sie die vorgegebenen Zeiten genau ein!

 

ANFORDERUNGSPROFIL „MÜNDLICHER VORTRAG“

 

• Sprechen Sie nach Möglichkeit frei (Stichwortskript, Folien, Karteikarten oder am allerbesten gänzlich frei) und im Stehen! Wenn Sie im Sitzen referieren, dann werden Sie Ihr Publikum wesentlich weniger erreichen.

• Sprechen Sie möglichst klar und nicht zu schnell. Sie wenden sich an die Fähigkeit des Hörens; die Zuhörenden haben keine Gelegenheit, komplizierte Sätze mehrmals nachzulesen.

• Wenden Sie sich an alle Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer.

• Gestalten Sie Ihr Referat anschaulich, d.h., arbeiten Sie Beispiele ein, die das, was Sie sagen, lebendig machen. Dadurch wird der Inhalt nachvollziehbarer.

• Begründen Sie Ihre Behauptungen immer und belegen Sie diese mit Beispielen oder Literaturhinweisen.

• Visualisieren Sie Ihren Vortrag (Powerpoint, Skizzen, Bilder, Filme, Overhead-Folie, Plakate, Tafel, Kärtchen...). Powerpoint ist dabei als Basis am besten geeignet und sollte ggf. um die anderen Möglichkeiten ergänzt werden. Bei der Gestaltung von Powerpoint-Präsentationen achten Sie darauf, dies formal nützlich zu gestalten: nicht zu viel auf eine Folie, Schriftgrad groß genug, keine voll ausformulierten Sätze, sondern Hinweis-Worte etc.

• Geben Sie ein Handout, ein Folienskript oder ein Thesenpapier aus. Hierbei genügt durchaus die Vergabe der verwendeten Folien. Es ist nicht erforderlich, alles Gesagte zu verschriftlichen, weil das eigenständige Mitschreiben während des Referates die Zuhörer aktiviert und somit gut in den Prozess einbindet!

• Geben Sie im Referat und auf dem Handout immer Ihre Literaturquellen an. Auch für ein Referat gilt der wissenschaftliche Anspruch, dass erkennbar sein soll, woher Sie Ihre Informationen haben und wie sie belegt werden können (vgl. Standard Hausarbeit).